CHINA 2026 EN
Der heilige Gipfel Xiaruoduoji im Yading-Schutzgebiet in Westsichuan, aufgenommen Anfang November

Route 7 · Überland & entspanntes Tempo

Kham-Überland:
Chongqing nach Kunming

Die Verbindung der starken Anfänge von Route 1 und Route 6 – aber ohne deren härteste Elemente. Zwei Nächte Chongqing und drei Chengdu mit Halloween-Samstag, dann in einem Zug über Land durch das tibetische Kham: Siguniangshan, Danba, Tagong, Litang, Yading. Weiter nach Shangri-La, die Tigersprung-Schlucht und hinunter nach Kunming. Kein Gipfelzwang, zwei echte Ruhetage, kein einziger Flug.

  • 🥾 Schwierigkeit 3 / 5
  • 📍 Höchster Punkt zu Fuß 4.700 m
  • 🚗 Fahrer 11 Tage
  • ✈️ kein Inlandsflug
  • 🛂 kein Grenzübertritt
  • 🎶 Nightlife stark am Anfang
  • ⚠️ kein Hongkong-Finale
  • 💶 2.300–2.700 € p. P.
  • Einreise: Chongqing · Ausreise: Kunming

Der Charakter dieser Route

Diese Route nimmt die ersten zehn Tage von Route 1 und die ersten zehn von Route 6 und verbindet sie an der Stelle, an der sie geografisch zusammengehören: auf der Kham-Hochebene. Statt aus Sichuan wieder nach Chengdu zurückzufahren, geht es weiter nach Westen und dann nach Süden – über Litang und Yading bis nach Shangri-La in Yunnan. Ein Bogen statt zweier Stichfahrten.

Und sie ist bewusst die langsamste der sieben. Route 1 verlangt einen 5.025er, Route 6 ein Hochlager auf 4.100 Metern nach vier Tagen Anreise. Beides fliegt hier raus. Was bleibt, ist ein Tageshöchstwert von 4.700 Metern am Fünffarbensee – erreicht nach acht Tagen kontinuierlicher Höhenanpassung, nicht nach vier. Dazu zwei Tage, an denen nichts geplant ist außer Dasein.

Die Fahrtage sind hier nicht Transport, sondern Programm. Der Balang-Shan-Pass, die Hochebene von Litang, der Hasenberg-Pass auf 4.696 Metern – das sind die Orte, an denen diese Route stattfindet. Wer Fahrtage als verlorene Zeit empfindet, ist bei Route 2 besser aufgehoben.

📊 Route in Zahlen

Stationen
12 (Chongqing, Chengdu, Rilong, Danba, Tagong, Litang, Yading, Xiangcheng, Shangri-La, Tigersprung-Schlucht, Lijiang, Kunming)
Straßenkilometer
ca. 1.550 km mit Fahrer
Bahnkilometer
ca. 800 km
Pässe über 4.400 m
5 benannte, dazu das Haizi-Shan-Plateau
Höhenmeter im Aufstieg
ca. 3.500 hm – etwa halb so viel wie Route 1
Echte Ruhetage
2 (Tag 9 in Zhonglu, Tag 12 in Litang)
Inlandsflüge
keine

⚠️ Diese Route endet nicht in Hongkong

Das ist die eine harte Konsequenz aus „Beginn Chongqing, Ende Kunming". Der Weiterflug müsste ab Kunming gehen – oder ihr hängt einen Tag an: Kunming Süd → Hongkong West Kowloon fährt einmal täglich direkt als G410 ab 09:13, rund 7,5 Stunden für 1.471 km. Der Flug dauert etwa 2 Stunden. Damit fällt auch das Shi Fu Miz Festival am 14.11. weg – an diesem Samstag seid ihr auf dem High Trail. Details im Anschluss-Check.

Die konkrete Frage

Liegen Yading, Hailuogou und Danba auf dieser Route?

Kurzfassung: Yading und Danba ja, und beide machen die Route deutlich besser. Hailuogou nein – es liegt auf dem anderen Arm der G318 und wäre kein Zusatz, sondern ein Tausch.

✅ Yading – liegt auf der Route und ist ihr Zentrum

Das Yading-Schutzgebiet liegt genau zwischen Litang und Xiangcheng, also mitten auf dem Korridor von Sichuan nach Yunnan. Es ist keine Ergänzung, sondern der Grund, diesen Weg überhaupt zu nehmen: drei heilige Gipfel um 6.000 Meter, Hochtäler auf 4.000 und Gletscherseen auf 4.600 bis 4.700 Metern.

Timing: Als beste Reisezeit gilt Ende April bis Anfang November – ihr wärt am 9. und 10. November am äußersten Rand dieses Fensters. Das ist eher Vorteil als Problem: klare Luft, kaum Besucher, Herbstfarben in den Tälern. Der Preis ist Kälte und die Möglichkeit von Neuschnee auf dem oberen Weg.

✅ Danba – liegt auf der Route und ist die richtige Höhenpause

Danba sitzt direkt auf der westsichuanischen Kleinrunde: Chengdu – Wolong – Siguniangshan – Xiaojin – Danba – Bamei – Tagong – Xinduqiao. Von Rilong kommend ist es kein Umweg, sondern der logische nächste Ort.

Der eigentliche Wert liegt in der Höhe: Das Dadu-Tal bei Zhonglu liegt um 2.100 Meter, also deutlich tiefer als Rilong mit 3.200. Nach zwei Nächten auf 3.200 ein Tag auf 2.100 – das ist exakt das Profil, das Höhenanpassung verlangt. Dazu die tibetischen Wehrtürme, teils über 700 Jahre alt, und ein Homestay, das kein Buchungsportal kennt.

⚠️ Hailuogou – wieder offen, aber auf dem falschen Arm

Zum Status: Das Gebiet war nach dem Erdbeben von Luding im September 2022 über ein Jahr geschlossen und ist seit dem 12. Dezember 2023 wieder geöffnet, mit neu gebauter Infrastruktur; die Seilbahnen zum Gletscherblick auf den Gongga Shan laufen. Das ist belegt, nicht gerüchteweise.

Warum es hier trotzdem nicht passt: Hailuogou liegt bei Moxi und Luding am südlichen Zubringer nach Kangding. Der Siguniangshan-Danba-Tagong-Korridor verläuft nördlich davon. Beides an einem Stück bedeutet: Chengdu → Moxi → Kangding → zurück nach Norden nach Danba → wieder nach Süden nach Xinduqiao. Das kostet zwei bis drei Tage reine Fahrt und macht genau das kaputt, was an dieser Route gut ist.

Deshalb als Variante statt als Zusatz: Wer den Gletscher unbedingt will, tauscht den Siguniangshan-Block. Tag 6 Chengdu → Moxi über Ya'an und Luding, Tag 7 Hailuogou mit Seilbahn und Gletscherweg, Tag 8 weiter nach Kangding und Xinduqiao, Tag 9 nach Tagong. Danba und Rilong fallen dann weg. Der Rest der Route bleibt unverändert. Unsere Empfehlung ist das nicht – Danba und das Changping-Tal sind zusammen mehr wert als eine Gletscherzunge mit Seilbahn.

🔎 Drei weitere Orte, die geprüft wurden

  • Xinduqiao (3.300 m, „Korridor der Fotografen"): liegt auf der Route und wird durchfahren, verdient aber keine eigene Nacht – die Landschaft ist genau das, was man vom Auto aus sieht.
  • Kangding: liegt nur auf der Hailuogou-Variante. Auf der Nordroute über Danba und Tagong wird es umfahren, ohne Verlust.
  • Deqin und der Meili-Schneeberg: 200 km nördlich von Shangri-La, also in der falschen Richtung. Hin und zurück zwei Tage. Wäre ein eigener Trip, kein Anhängsel.

20 Tage

Tag für Tag

27. Oktober bis 15. November 2026. Die Wochentage sind hier wichtiger als auf jeder anderen Route: Halloween fällt auf Tag 5, und Tag 5 liegt absichtlich in Chengdu.

Route 7 – Tagesübersicht
Tag Datum Ort Aktivität Übernachtung Transport
1Di 27.10. Chongqing Ankunft. Abends 📍 Hongyadong und die Uferpromenade am Jialing – die Stadt macht den Jetlag erträglich, weil es nichts gibt, was man verpassen kann. Chongqing liegt auf 250 m. Chongqing Flug Ankunft
2Mi 28.10. Chongqing 🧭 Die vertikale Stadt zu Fuß: Liziba, wo die Metro durch ein Wohnhaus fährt, die Treppen von Shibati, Eling-Park über der Halbinsel, dann mit der Jangtse-Seilbahn über den Fluss. Abends Hotpot und Bars um Jiaochangkou. Chongqing Metro, Seilbahn, zu Fuß
3Do 29.10. → Chengdu 🚄 Kurze Fahrt nach Westen. Nachmittags Chengdu ankommen lassen: Renmin-Teehaus im Volkspark, Ohrenreiniger inklusive. Abends Yulin-Viertel. Chengdu 🚄 ca. 1,5 h
4Fr 30.10. Chengdu Panda-Basis Dujiangyan – deutlich leerer als die Anlage in Chenghua. Abends 🎶 Freitagsrunde: Livehouses und kleine Clubs um Jiuyanqiao und Yulin. Chengdu ist die dichteste Szene des Landes. Chengdu Bus, Metro
5Sa 31.10. Chengdu 🎶🎶 Halloween-Samstag. Tagsüber bewusst wenig: Wenshu-Kloster, Markt, letzter Ausrüstungscheck, früh essen. Nachts der größte Ausgehabend des chinesischen Herbstes – und der letzte für die nächsten zwölf Tage. Chengdu Metro, Taxi
6So 01.11. Chengdu → Rilong 🚗 Über den Wolong-Nationalpark und den Balang-Shan-Pass. Bei trockener Straße die alte Passhöhe auf 4.487 m statt des Tunnels – 📍 der beste Blick auf das gesamte Siguniangshan-Massiv. Ankunft Rilong, 3.200 m. Erste Nacht in Höhe: früh schlafen, viel trinken, kein Alkohol. Rilong 🚗 Fahrer, ca. 5 h
7Mo 02.11. Changping-Tal 🥾 Bohlenweg durch das Changping-Tal bis Muluozi und weiter in die Bambuszone, je nach Lust 14 bis 20 km, bis auf etwa 3.700 m. Herbstfarben, an einem Montag im November fast leer. Kein Gipfel, kein Zeitdruck – der Weg ist flach und man kann jederzeit umdrehen. Rilong Shuttle + zu Fuß
8Di 03.11. Rilong → Danba 🚗 Über Xiaojin ins Dadu-Tal, hinunter auf etwa 2.100 m. Nachmittags 📍 Jiaju: tibetische Häuser gestaffelt über Terrassenfeldern. Weiter nach Zhonglu, Einzug in ein Wehrturm-Homestay. Zhonglu (Homestay) 🚗 Fahrer, ca. 4 h
9Mi 04.11. Zhonglu 🧭 Ruhetag eins. Rundweg zwischen den Steintürmen, Walnussernte, Mittagessen bei der Gastfamilie, nachmittags nichts. 📍 Abendlicht auf den Türmen über dem Tal. Dieser Tag ist nicht Füllmaterial, er ist der Grund, warum Tag 14 funktioniert. Zhonglu (Homestay) zu Fuß
10Do 05.11. Danba → Tagong 🚗 Kurze, schöne Etappe über Bamei (3.350 m) hinauf auf das Grasland von Tagong, 3.700 m. Nachmittags das Lhagang-Kloster und die goldene Muya-Pagode, dann zu Fuß ins Grasland. Yaks, Gebetsfahnen, Reiter – hier beginnt Kham sichtbar. Tagong 🚗 Fahrer, ca. 3,5 h
11Fr 06.11. Tagong → Litang 🚗 Der erste lange Hochebenentag: über Xinduqiao, den Gaoersi-Pass (4.412 m) und den Jianziwan-Pass (4.659 m) nach Litang, 4.014 m – eine der höchstgelegenen Städte der Welt. Ankommen, langsam gehen, nichts weiter. Litang 🚗 Fahrer, ca. 5,5 h
12Sa 07.11. Litang 🧭 Ruhetag zwei, mit Substanz. Das Kloster Ganden Thubchen Choekhorling über der Stadt, die weißen Chörten, der Markt. Nachmittags ein flacher Spaziergang in die Ebene. Zweck: eine zweite Nacht auf 4.000 m, damit der Yading-Tag kein Glücksspiel wird. Litang zu Fuß
13So 08.11. Litang → Yading 🚗📍 Über den Hasenberg-Pass (Tuergu, 4.696 m) und das Haizi-Shan-Plateau mit seinen Gletscherseen nach Daocheng, dann hinein ins Yading-Tal. Übernachtung im Dorf Yading auf 3.900 m, innerhalb des Schutzgebiets – 100 Höhenmeter tiefer als Litang und damit kein neuer Höhenreiz. Dorf Yading (3.900 m) 🚗 Fahrer, ca. 4,5 h + Parkbus
14Mo 09.11. Yading – der große Tag 🥾📍 Der Höhepunkt der Route. Mit dem Parkbus nach Zhaguanbeng, zum Chonggu-Kloster, dann hinauf zur Luorong-Weide (4.150 m). Von dort zu Fuß zum Milchsee (ca. 4.600 m) und weiter zum Fünffarbensee (ca. 4.700 m) – rund 3,5 Stunden für den oberen Abschnitt, steil, aber technisch einfach. Ringsum Xiannairi, Xiaruoduoji und Yangmaiyong, alle drei knapp 6.000 m. Dorf Yading Parkbus, 🥾 7–9 h
15Di 10.11. Yading → Xiangcheng 🥾 Morgens leicht: Perlensee und Chonggu-Kloster, zwei Stunden, kaum Anstieg. Mittags hinaus nach Riwa und 🚗 weiter nach Xiangcheng, 2.900 m – weiße tibetische Häuser, ein ruhiges Tal, gute Betten. Xiangcheng 🥾 2 h + 🚗 ca. 4 h
16Mi 11.11. 🏔️ → Shangri-La 🚗 Die Provinzgrenze. Längste Fahretappe der Route, über mehrere Pässe aus Sichuan hinaus nach Yunnan. Nachmittags Ankunft in Shangri-La (Zhongdian), 3.200 m. Abends die Altstadt Dukezong und die große Gebetsmühle. Shangri-La 🚗 Fahrer, ca. 6 h
17Do 12.11. Shangri-La 📍 Songzanlin, das größte tibetische Kloster Yunnans, morgens vor den Gruppen. Danach das Napahai-Feuchtgebiet: Ab November überwintern dort Schwarzhalskraniche – Mitte November ist Saisonbeginn, garantiert ist nichts. Abends 🎶 Altstadtbars, Yakbutter-Tee gegen Gerstenschnaps. Shangri-La Bus, Fahrrad
18Fr 13.11. High Trail, Etappe 1 🚗 nach Qiaotou, dann 🥾📍 Aufstieg auf den High Trail über der Tigersprung-Schlucht. Die 28 Kehren sind der harte Teil: rund 900 Höhenmeter am Stück bis etwa 2.670 m. Danach ein Höhenweg mit ständigem Blick auf die Nordwand des Jadedrachen-Schneebergs. Nacht im Halfway Guesthouse. Halfway Guesthouse 🚗 3 h + 🥾 6 h
19Sa 14.11. High Trail, Etappe 2 🥾📍 Vom Halfway über die offene Flanke bis Tina's, dann der steile Abstieg in die Mittlere Schlucht zum Tigersprung-Stein direkt am Jangtse – Leitern, Ketten, laute Stromschnellen. Wieder hoch, dann 🚗 nach Lijiang, 2.400 m. Abends Altstadt. Lijiang 🥾 5–6 h + 🚗 2 h
20So 15.11. Lijiang → Kunming 🚄 Mit der Bahn nach Süden, optional 📍 vier Stunden Zwischenstopp in Dali (Altstadt und Erhai-Ufer liegen direkt an der Strecke). Abends Kunming, 1.890 m: Reisnudeln über der Brücke, Grüner-See-Park. Weiterflug – siehe Anschluss-Check. Kunming / — 🚄 ca. 3,5 h

Tabelle seitlich scrollbar · 20 Tage, 27.10.–15.11.2026, lückenlos.

📈 Das Höhenprofil ist der eigentliche Plan

Chongqing 250 m → Chengdu 500 m → Rilong 3.200 m → Zhonglu 2.100 m → Tagong 3.700 m → Litang 4.014 m → Yading 3.900 m → Xiangcheng 2.900 m → Shangri-La 3.200 m → Schlucht 1.800–2.670 m → Lijiang 2.400 m → Kunming 1.890 m. Zwei Anstiege mit einer bewussten Absenkung dazwischen, und der höchste Schlafplatz kommt erst an Tag 11. Genau deshalb braucht diese Route keinen Akklimatisierungsblock wie Route 1 – das Profil selbst ist die Akklimatisierung.

Geografie

Karte

Der Bogen von Chongqing nach Westen über Kham, dann nach Süden über die Provinzgrenze bis Kunming. Der Amap-Button darunter markiert alle Stationen und funktioniert auch in China.

In China: Der Amap-Link funktioniert hinter der Firewall. Google Maps ist auf dem Festland gesperrt, OpenStreetMap unzuverlässig – Hintergrund, App-Tipps und Offline-Karten.

🚗 Fahretappen einzeln in Amap – mit gezeichneter Route

Der Button oben setzt nur Marker, keine Linie: Die Marker-Schnittstelle von Amap zeigt bis zu zehn Punkte, aber keine Strecke dazwischen. Eine gezeichnete Route liefert die Navigations-Schnittstelle – die kennt allerdings nur Start, Ziel und einen Zwischenpunkt. Deshalb die Fahretappen hier einzeln:

Nur die Etappen mit Fahrer. Bahn- und Flugstrecken fehlen absichtlich – Amap würde sie als Autofahrt berechnen und damit falsche Zeiten anzeigen.

Hinweis: Die eingebettete Karte ist eine Übersicht ohne Streckenlinie – OpenStreetMap-Embeds unterstützen keine Wegpunkte. Streckenlinien liefern die Amap-Etappenlinks darunter. Der Amap-Marker-Button zeigt 10 der 12 Stationen – die Schnittstelle erlaubt nicht mehr; Tagong und Xiangcheng fehlen dort. Achtung bei der Suche: Der Basisort von Yading heißt offiziell ebenfalls Shangri-La (früher Riwa) und liegt in Sichuan – nicht zu verwechseln mit Shangri-La City in Yunnan.

Das Kernprogramm

🥾 Hiking und Aussichtspunkte

Vier Wandertage, kein Gipfelzwang, keine Ausrüstung jenseits guter Schuhe und warmer Kleidung. Das ist die Kernentscheidung dieser Route gegenüber 1 und 6.

Yading: Milchsee und Fünffarbensee

Schwierigkeit: mittel bis hoch, aber nur wegen der Höhe. Ab der Luorong-Weide auf 4.150 m führt der Weg zunächst über eine Fahrstraße und dann steil über Stufen und Geröll zum Milchsee auf etwa 4.600 m; der Fünffarbensee liegt noch rund 100 Höhenmeter darüber. Für den oberen Abschnitt sind etwa 3,5 Stunden realistisch, mit Pausen und Fotos eher vier.

Die faule Variante ist legitim: Zwischen dem Buspunkt und der Luorong-Weide verkehren Elektrokarren. Wer sie nimmt, spart gut eine Stunde und 200 Höhenmeter und hat mehr Reserve für oben. Auf 4.500 m ist das keine Schande, sondern Planung.

Ehrlich: Anfang November kann auf dem oberen Weg Schnee und Eis liegen. Mikrospikes wiegen 300 Gramm und entscheiden, ob der Tag stattfindet. Nimmt man sie nicht mit und es hat geschneit, ist der Milchsee das Ende.

Tigersprung-Schlucht, High Trail

Schwierigkeit: mittel bis hoch. Der klassische Zweitagesweg auf der Westseite über der tiefsten Schlucht Chinas. Etappe 1 beginnt mit den 28 Kehren: rund 900 Höhenmeter in einem Zug, der härteste Einzelabschnitt der ganzen Route. Danach wird es ein Höhenweg mit Ausblick statt Anstieg.

Etappe 2 ist kürzer, aber mit dem Abstieg zum Tigersprung-Stein und zurück landet man trotzdem bei 600 bis 700 Höhenmetern. 📍 Der Blick von der offenen Flanke zwischen Halfway und Tina's auf die Nordwand des Jadedrachen ist der beste der Yunnan-Hälfte. Die Übernachtung im Halfway Guesthouse gehört dazu – Terrasse, Bier, Schlucht.

Changping-Tal am Siguniangshan

Schwierigkeit: mittel, beliebig kürzbar. Bohlenwege und Waldpfade von Rilong hinein ins Tal, an Wasserfällen vorbei bis in die Bambuszone auf etwa 3.700 m. Hin und zurück 14 bis 20 km, je nachdem, wo man umdreht – und genau diese Abbruchfreiheit macht es zum richtigen ersten Höhentag.

📍 Aus dem oberen Talboden sieht man die Nordflanken aller vier Schwestergipfel. Der Dafeng mit 5.025 m, in Route 1 das Ziel, bleibt hier bewusst oben stehen.

Die Pässe – Aussicht ohne Anstrengung

Auf dieser Route entstehen die stärksten Bilder aus dem Auto. 📍 Balang Shan, 4.487 m: der einzige Punkt mit dem gesamten Siguniangshan-Massiv im Blick. 📍 Jianziwan, 4.659 m, und 📍 Hasenberg, 4.696 m: Gebetsfahnenfelder über der offenen Hochebene.

📍 Das Haizi-Shan-Plateau zwischen Litang und Daocheng ist ein altes Gletscherfeld mit hunderten Seen auf über 4.000 m – flach, baumlos, und an klaren Novembertagen eine der ungewöhnlichsten Landschaften Chinas. Dem Fahrer sagen, dass Fotostopps eingeplant sind, nicht erbeten.

Zhonglu: der Rundweg, der kein Hike ist

Schwierigkeit: gering. Zwei bis drei Stunden zwischen den Wehrtürmen, über Walnussterrassen, durch drei Weiler. Kaum Höhenmeter, viel Begegnung – Leute ernten im November, und wer mithilft, wird zum Essen eingeladen. Der beste Tag dieser Route für alle, die keine Höhenmeter zählen wollen.

Napahai und Shangri-La

Schwierigkeit: gering. Die Ebene um das Napahai-Feuchtgebiet lässt sich flach umrunden oder mit dem Leihrad abfahren, auf 3.200 m angenehm unspektakulär. 📍 Der Blick über die Ebene mit den Kranichen im Vordergrund und Songzanlin am Hang ist das Bild, das man aus Shangri-La mitnimmt. Wer mehr will: der Pudacuo-Nationalpark östlich der Stadt hat Bohlenwege um zwei Hochseen, kostet aber einen halben Tag und ein teures Ticket.

Substanz statt Sehenswürdigkeit

🧭 Off the beaten path

Wehrturm-Homestay in Zhonglu

Die Türme im Dadu-Tal sind teils über 700 Jahre alt, viele Familien wohnen noch in den angebauten Höfen. Übernachten heißt: Zimmer im Obergeschoss, Ofen in der Küche, abends Gerstenschnaps mit dem Hausherrn. Vermittlung läuft praktisch nur über den Fahrer oder direkt vor Ort – Online-Portale kennen diese Häuser nicht.

Tagong statt Xinduqiao

Xinduqiao ist der Ort, an dem alle halten, weil er als „Korridor der Fotografen" in jedem Reiseführer steht. Tagong, 60 km weiter nördlich, hat das bessere Grasland, ein lebendiges Kloster, eine goldene Pagode am Hang und Gästehäuser, die von tibetischen Familien geführt werden. Eine Nacht dort ist mehr wert als drei Fotostopps an der G318.

Litang ohne Programm

Litang ist keine Sehenswürdigkeit, sondern eine Hochebenenstadt auf 4.014 m, in der Nomaden einkaufen, Mönche telefonieren und Motorräder wichtiger sind als Autos. Der Ruhetag dort ist der Tag, an dem man am meisten sieht – weil nichts zu besichtigen ist. Wer respektvoll bleibt: Die Himmelsbestattungsstätte außerhalb der Stadt ist ein Ort religiöser Praxis, kein Ausflugsziel. Nicht hinfahren.

Im Dorf Yading schlafen, nicht in Riwa

Die meisten Besucher übernachten unten in Riwa – dem Ort, der offiziell „Shangri-La" heißt – und verlieren jeden Morgen eine bis anderthalb Stunden im Parkbus. Die Gästehäuser im Dorf Yading auf 3.900 m liegen dagegen innerhalb des Schutzgebiets: Man steht auf und ist da, sieht den ersten Morgenlicht auf Xiannairi und hat die Wege vor den Tagesgästen für sich. Einfach, kalt, unbedingt richtig.

Xiangcheng, das niemand plant

Xiangcheng existiert auf dieser Route, weil Yading → Shangri-La an einem Tag nicht geht. Genau deshalb ist es ein guter Ort: weiße, kubische tibetische Häuser mit Holzbalkonen, ein Flusstal auf 2.900 m, keine Souvenirstraße. Abendessen dort ist das, was gerade da ist – und nach zwei Nächten auf 4.000 m schläft man wie ein Stein.

Chongqing vertikal

Nicht Hongyadong von der Aussichtsplattform, sondern die Stadt als Gelände: die Treppen von Shibati, Aufzüge, die als öffentlicher Verkehr gelten, die Jangtse-Seilbahn als Pendlerlinie, und die Ebene, auf der man gerade steht, ist irgendwo zwischen dem 1. und dem 22. Stock. Ein Nachmittag ohne Ziel ist hier ergiebiger als jede Liste.

Abende

🎶 Nightlife auf dieser Route

Diese Route macht das Nachtleben vorn komplett und hinten fast gar nicht – und das ist Absicht. Fünf Stadtnächte am Anfang, darunter Freitag und Halloween-Samstag, danach zwölf Tage Hochebene, in der es keine Clubs gibt und auch keine geben soll.

⚠️ Kein Shi Fu Miz – der Preis für das Kunming-Ende

Auf allen sechs anderen Routen fällt Tag 19, Samstag der 14. November, in Hongkong auf das Shi Fu Miz Festival. Hier liegt dieser Samstag auf dem High Trail über der Tigersprung-Schlucht, rund 2.000 Kilometer entfernt. Das ist nicht reparierbar, ohne die Route aufzugeben. Wer das Festival will, nimmt Route 4 oder Route 6 – oder plant Kunming als Zwischenstopp und verlängert um zwei Tage.

Chongqing 🎶 Tag 1–2

Keine Underground-Hauptstadt, aber eine Stadt, die abends besser funktioniert als tagsüber. Die Großraumclubs stehen um Jiefangbei und Guanyinqiao, viel EDM, hohe Lautstärke. Kleinere Technoräume findet man im Umfeld von Jiaochangkou.

Realistisch: Tag 1 ist ein Bier-am-Fluss-Abend, Tag 2 der erste echte. Dienstag und Mittwoch sind auch in Chongqing keine Clubtage – dafür sind die Bars voll und die Hotpot-Läden bis drei offen.

Chengdu 🎶 Tag 3–5

Der Schwerpunkt der Route. Chengdu bleibt trotz der Schließungen von .TAG und AXIS im Jahr 2025 der Ort mit der dichtesten Szene Chinas; verlagert hat sich das Geschehen auf Livehouses und kleinere Räume. NU SPACE an der Kuixinglou-Straße, rund 450 Plätze, ist der bekannteste dieser neuen Generation.

Die Dramaturgie: Freitag (Tag 4) als Aufwärmrunde in Jiuyanqiao und Yulin, Halloween-Samstag (Tag 5) als Hauptabend. Eintritte meist 60–120 RMB. Adressen zwei Wochen vorher ziehen – in Chengdu entstehen Läden schneller, als Reiseführer sie erfassen.

Shangri-La 🎶 Tag 16–17

Kein Club, sondern Altstadtbars um den Sifang-Platz in Dukezong: Livemusik mit Gitarre und tibetischem Gesang, Gerstenschnaps, offene Feuerschalen. Auf 3.200 m wirkt Alkohol deutlich stärker als auf Meereshöhe – das ist keine Floskel, sondern der Grund, warum Tag 18 mit 900 Höhenmetern beginnt.

Lijiang und Kunming 🎶 Tag 19–20

Lijiangs Altstadt hat eine laute, sehr touristische Barstraße – gut für ein Bier nach der Schlucht, nicht für mehr. Kunming ist ehrlich gesagt die schwächste Nachtstadt der Reise, hat aber eine kleine, echte Szene: Dada Kunming (2024 eröffnet, von der Szenepresse begleitet) und CLUB ICON, klein, zwei Etagen, eher Hip-Hop als Techno. Dazu Moondog Bar für Craft Beer.

Für Termine in Kunming ist gokunming.com die brauchbarste Quelle – eine lokale Community-Seite mit Eventkalender, die Resident Advisor für diese Stadt schlägt.

🔎 Last-Minute-Check – zwei Wochen vor Abflug

Clubprogramme in China sind nicht langfristig planbar. Venues schließen und eröffnen schnell, Events werden oft nur über WeChat angekündigt. Deshalb keine Namensgarantien, sondern die Quellen, die kurzfristig wirklich helfen:

Stand der Einschätzung: 30.09.2026.

Logistik

🚗🚄 Transportanalyse

Diese Route steht und fällt mit einer Entscheidung: elf Tage Fahrer in einem Stück, einmal quer über die Provinzgrenze. Das ist der größte Posten im Budget und der Grund, warum die Route überhaupt funktioniert.

🚗 Selbst fahren: nein

China erkennt weder den deutschen Führerschein noch den internationalen Führerschein an. Für einen Mietwagen bräuchtet ihr einen temporären chinesischen Fahrerlaubnis-Nachweis samt beglaubigter Übersetzung. Auf dieser Strecke käme ein zweites Argument hinzu: fünf Pässe über 4.400 m, im November mit Eis und Neuschnee, LKW-Verkehr, Baustellen, und stellenweise 200 km ohne Werkstatt.

🚗 Stattdessen: ein Fahrer von Chengdu bis Shangri-La

Tag 6 bis Tag 16 fährt derselbe Wagen mit Fahrer – 包车, also Auto plus Fahrer, keine Selbstfahrt. Üblich sind auf dieser Strecke 800–1.200 RMB pro Tag für das Fahrzeug, also etwa 100–150 €, geteilt durch zwei.

Was den Preis rechtfertigt: Der Fahrer entscheidet morgens über Pass oder Tunnel, kennt die Schneelage, organisiert das Homestay in Zhonglu und das Gästehaus in Xiangcheng, wartet an Talausgängen und Parkeingängen und weiß, wo man auf 4.000 m besser nicht übernachtet. Auf Route 7 ist er nicht Komfort, sondern Voraussetzung.

⚠️ Der Rückfahrt-Zuschlag – bitte vorher klären

Die Strecke ist eine Einbahnfahrt: Der Fahrer setzt euch in Shangri-La ab und muss ohne Gäste zurück nach Sichuan. Dafür berechnen Agenturen üblicherweise zwei bis drei zusätzliche Tagessätze. Das ist legitim und muss ins Budget, aber es muss im Angebot stehen, nicht am letzten Tag auftauchen. Fragt konkret: Gesamtpreis inklusive Rückfahrt, Maut, Sprit und Fahrerunterkunft – und ob der Fahrer die Yunnan-Zulassung für die Strecke bis Shangri-La hat.

Etappen und Fahrzeiten
Abschnitt Mittel Dauer Anmerkung
Chongqing → Chengdu🚄 HSRca. 1,5 h Dichter Takt den ganzen Tag, unkompliziert.
Chengdu → Rilong🚗 Fahrerca. 5 h Über Wolong und den Balang Shan. Öffentliche Alternative: Bus ab Chadianzi, 6–7 h, nur morgens.
Rilong → Danba🚗 Fahrerca. 4 h Über Xiaojin. Kein Zug, Busverbindung unzuverlässig.
Danba → Tagong🚗 Fahrerca. 3,5 h Über Bamei, 3.350 m. Kürzeste Etappe der Überlandstrecke.
Tagong → Litang🚗 Fahrerca. 5,5 h Über Xinduqiao auf die G318, dann Gaoersi- und Jianziwan-Pass.
Litang → Yading🚗 Fahrer + Parkbusca. 4,5 h + 1–1,5 h Über Hasenberg-Pass und Haizi-Shan-Plateau bis Daocheng und Riwa. Ins Schutzgebiet nur mit dem Parkbus, Privatwagen sind nicht zugelassen.
Yading → Xiangcheng🚗 Fahrerca. 4 h Pflichtetappe: Yading → Shangri-La an einem Tag wären 9–10 h.
Xiangcheng → Shangri-La🚗 Fahrerca. 6 h Längste Fahretappe, Provinzgrenze Sichuan → Yunnan. Früh los.
Shangri-La → Qiaotou🚗 Transferca. 3 h Shangri-La bis Tigersprung-Schlucht sind rund 200 km. Ab hier reicht ein lokaler Fahrer oder Bus.
Tina's → Lijiang🚗 Minibusca. 2 h Sammeltaxis und Minibusse fahren nachmittags regelmäßig.
Lijiang → Kunming🚄 HSRca. 3,5 h Zwischenstopp Dali möglich, liegt direkt an der Strecke.

🚄 Warum kein Inlandsflug – obwohl es einen gäbe

Daocheng Yading hat einen Flughafen, mit 4.411 m der höchste zivile der Welt, und Shangri-La ebenfalls. Ein Flug Chengdu → Daocheng würde vier Überlandtage sparen. Er würde auch die Route zerstören: Man landet auf 4.400 m, ohne einen einzigen Tag Anpassung. Das ist medizinisch die schlechteste Variante und landschaftlich der Verzicht auf die Hälfte der Reise. Deshalb: kein Flug.

💰 Sparvariante: dieselbe Strecke mit Linienbussen

Die Achse Chengdu – Kangding – Litang – Daocheng – Xiangcheng – Shangri-La ist mit öffentlichen Bussen befahrbar und kostet einen Bruchteil. Der Preis dafür:

  • Fahrten starten meist sehr früh, oft nur einmal täglich
  • Keine Fotostopps, keine Passhöhen-Entscheidung
  • Danba und Tagong fallen faktisch weg – dorthin gibt es keine brauchbaren Anschlüsse
  • Die Etappe Xiangcheng → Shangri-La ist saisonal und kann ausfallen

Ersparnis etwa 600 € pro Person, Verlust etwa zwei Reisetage und die zwei besten Off-the-beaten-path-Orte. Für dieses Budget nicht empfohlen.

Pflichtprüfung

🛂 Grenzen, Permits und der Anschluss ab Kunming

🛂 Kein Tibet-Permit nötig – das ist der entscheidende Punkt

Die gesamte Überlandstrecke verläuft durch den Autonomen Bezirk Garzê (Ganzi) in Sichuan und den Autonomen Bezirk Diqing in Yunnan. Das sind tibetische Gebiete, aber nicht das Autonome Gebiet Tibet. Für Ausländer gilt hier: kein Tibet Travel Permit, keine Pflicht zur geführten Gruppenreise, freie Bewegung. Deshalb ist diese Route überhaupt möglich.

Aber mit Vorbehalt: Die Behörden können Zugänge zu tibetischen Bezirken außerhalb der TAR kurzfristig und ohne Vorankündigung einschränken. Das passiert selten, aber es passiert. Eine lokale Agentur zu haben, die drei Tage vorher Bescheid weiß, ist auf dieser Route wertvoller als auf jeder anderen.

Zur Permit-Lage in Sichuans tibetischen Gebieten: tibettravel.org. Zu kurzfristigen Sperren: Reisehinweise des britischen FCDO. Geprüft am 30.09.2026.

🛂 Einreise nach China

Kein Visum nötig. Deutsche reisen visumfrei für bis zu 30 Tage pro Einreise ein; die einseitige Visumbefreiung gilt bis 24:00 Uhr am 31.12.2026. Mitzuführen: gültiger gewöhnlicher Reisepass, Hotelbuchungen und das Weiterflugticket als Nachweis des Reisezwecks. Für Yading zusätzlich: Am Ticketschalter wird eine Passkopie verlangt, das Originaldokument muss dabei sein.

Quellen: Generalkonsulat der VR China Hamburg (04.11.2025); FAQs on Visa-free Entry into China, Stand 21.05.2026. Vor Abreise erneut prüfen.

Kein Grenzübertritt auf dieser Route

Route 7 verläuft vollständig in China. Der nächste erreichbare Nachbarstaat wäre Myanmar oder Laos ab Südyunnan – beides mehrere Tage entfernt und in der falschen Richtung. Wer einen Grenzübertritt will, findet ihn in Route 4 oder Route 6, wo er von Anfang an Teil der Dramaturgie ist.

✈️ Der Anschluss: drei saubere Varianten ab Kunming

Weil diese Route nicht in Hongkong endet, muss der Weiterflug angepasst werden. Es gibt genau drei vernünftige Wege, und alle drei sind machbar:

Anschlussvarianten am Ende von Route 7
Variante Ablauf Kosten & Zeit Bewertung
A · Weiterflug ab Kunming Umbuchen auf Abflug Kunming Changshui, Abend Tag 20 oder Morgen Tag 21 kein Zusatztag, Umbuchungsgebühr Beste Lösung, wenn die Airline es zulässt. Kunming hat direkte Verbindungen nach Südostasien.
B · Bahn nach Hongkong Nacht in Kunming, Tag 21 mit G410 ab Kunming Süd 09:13 direkt nach Hongkong West Kowloon ca. 7,5 h · 1.471 km · 2. Klasse ca. 897 RMB · 1 Zusatztag Elegant, aber nur ein Zug täglich – Ticket im 15-Tage-Fenster sichern, sonst kippt die Variante.
C · Flug nach Hongkong Nacht in Kunming, Tag 21 Kurzflug nach Hongkong ca. 2 h Flugzeit · 1 Zusatztag Pragmatisch und flexibel, aber der einzige Flug der Route – und damit ein Bruch mit dem Konzept.

Empfehlung: Variante A prüfen, solange der Flug noch nicht fest ist. Wenn Hongkong gesetzt bleiben muss, ist B die schönere Lösung – dann aber Tag 20 als reinen Kunming-Tag planen und den Zug für Tag 21 am ersten möglichen Verkaufstag buchen.

Zug G410, Fahrzeit und Preis: chinahighlights.com und travelchinaguide.com. Geprüft am 30.09.2026, vor Buchung erneut verifizieren.

Umsetzung

Praxis, Ausrüstung und Kosten

💶 Kostenschätzung pro Person

Unterkunft 19 Nächte
ca. 600 € – kein Hongkong, das spart deutlich
Fahrer 11 Tage
ca. 850 € inkl. Rückfahrt-Zuschlag
Bahn und Nahverkehr
ca. 90 €
Eintritte, Parkbusse, Shuttles
ca. 130 € (Yading allein 270 RMB Ticket + 120 RMB ECO-Bus)
Essen und Trinken
ca. 400 €
Nightlife Tag 1–5
ca. 100 €
Puffer
ca. 150 €
Summe
2.300–2.700 €
Ohne internationale Flüge. Mid-Range mit eigenen Zimmern. Mit Linienbussen statt Fahrer: etwa 1.700–1.900 €.

🎒 Ausrüstung, die nicht fehlen darf

  • Daunenjacke, Fleece, Hardshell – in Litang und Yading nachts −10 bis −15 °C
  • Mikrospikes für den oberen Yading-Weg, 300 g, entscheiden über den wichtigsten Tag der Route
  • Sonnenbrille Kategorie 4 und Sonnencreme 50+ – auf 4.700 m brennt auch Novembersonne
  • Lippenpflege und Nasensalbe, die Höhenluft ist extrem trocken
  • Schlafsack-Inlet für Homestay, Gästehaus und Halfway Guesthouse
  • Trekkingstöcke für die 28 Kehren und den Abstieg zum Tigersprung-Stein
  • Powerbank und Mehrfachstecker – im Dorf Yading ist Strom nicht selbstverständlich
  • Bargeld: in Tagong, Litang und Xiangcheng funktioniert mobiles Bezahlen, aber nicht überall zuverlässig für ausländische Karten

⚠️ Höhe: geringeres Risiko als Route 1, aber länger

Kein Punkt dieser Route ist so hoch wie der Dafeng-Gipfel. Dafür schlaft ihr sechs Nächte über 3.000 m, zwei davon auf 4.014 m. Das ist eine andere Belastung: nicht spitz, sondern anhaltend.

Abbruchkriterien vorher festlegen: starke Kopfschmerzen, Erbrechen, Atemnot in Ruhe oder Gangunsicherheit bedeuten Abfahrt in tiefere Lage, nicht Diskussion. Der Vorteil dieser Route: Ein Abstieg ist immer möglich, weil ihr im Auto sitzt – von Litang sind es vier Stunden auf 2.900 m. Reisekrankenversicherung auf Höhendeckung prüfen, viele Policen schließen Aufenthalte über 4.000 m aus.

🌡️ Wetter im Reisezeitraum

Chongqing
13–21 °C, Flussnebel
Chengdu
12–20 °C, oft diesig, trocken
Rilong (3.200 m)
tags 5–12 °C, nachts um −5 °C
Danba (2.100 m)
tags 12–20 °C, nachts um 5 °C
Litang (4.014 m)
tags 2–10 °C, nachts −10 bis −15 °C
Yading oben (4.700 m)
um oder unter 0 °C, Schnee möglich
Shangri-La (3.200 m)
tags 8–15 °C, nachts um −5 °C, sehr klar
Tigersprung-Schlucht
tags 12–20 °C, nachts um 5 °C – ideal
Lijiang / Kunming
10–21 °C, trocken, „ewiger Frühling"

🔑 Konkret buchen

Fahrer-Einbahn
Chengdu → Shangri-La als 包车 über eine Kham-Agentur (Windhorse, Chinaadventure o. ä.); Rückfahrt-Zuschlag von 2–3 Tagessätzen gehört in den Festpreis, nicht ans Ende.
Yading-Ticket
270 RMB Eintritt + 120 RMB Pflicht-Parkbus, Passkopie am Schalter; vorab über die offizielle WeChat-Buchung oder Trip.com sichern.
Gästehaus Dorf Yading
im Dorf auf 3.900 m innerhalb des Schutzgebiets buchen, nicht unten in Riwa – spart jeden Morgen 1–1,5 h Parkbus.
Zug Lijiang → Kunming
Hochgeschwindigkeit, 10 Paare täglich auf dem Abschnitt Shangri-La–Lijiang (D-Züge, 1–2 h); ab Lijiang weiter nach Kunming im 15-Tage-Fenster.
Anschluss ab Kunming
bei Variante Hongkong: G410 Kunming Süd 09:13 → HK West Kowloon, einmal täglich; sonst Weiterflug ab Kunming Changshui.
Yading: Wikivoyage, tibetantrekking. Bahn: travelchinaguide.com. Geprüft am 04.10.2026, vor Abreise erneut verifizieren.

📅 Buchungsreihenfolge für Route 7

  1. Flug: Einflug Chongqing, Weiterflug ab Kunming – oder Variante B/C aus dem Anschluss-Check festlegen
  2. Fahrer für Tag 6–16 sofort anfragen – die Einbahnfahrt Chengdu → Shangri-La machen nicht alle Anbieter, und im November noch weniger
  3. Gästehaus im Dorf Yading für Nacht 13 und 14 – wenige Betten, kaum online
  4. Halfway Guesthouse für Nacht 18 direkt anfragen
  5. Hotels Chongqing und Chengdu, Halloween-Wochenende zieht an
  6. Yading-Ticket und ECO-Bus online vorreservieren, Pass bereithalten
  7. Ab 12.10. im 15-Tage-Fenster: Chongqing → Chengdu und Lijiang → Kunming; bei Variante B zusätzlich G410 für Tag 21